Geld stinkt nicht – Wie lege ich Geld (Investitionen und Girokonto) möglichst klimafreundlich an?

Morkramer_NordkircheGeld anlegen, Vorsorge treffen, sich Gedanken um Rendite und Rente machen – ich finde es schrecklich!
Für sein Tagesgeld bekommt man ca. 0,0% Rendite, dafür zahlt man Kontoführungsgebühren oder EC-Karten-Gebühren. Seinen Geldstrumpf unter die Matratze zu legen ist jedoch keine Alternative. Also doch in die nächste Immobilienblase, Rüstungsunternehmen und Rohstoffmärkte investieren? Nein, da gebe ich mein Geld lieber aus.

Zum Glück hat es sich im Finanzmarkt herum gesprochen, dass Anleihen in Nachhaltige Wirtschaftsbereiche auch nachhaltig Rendite erwirtschaften und die Nachfrage in solche Anlageformen wächst kontinuierlich. Die gemittelten Renditen nachhaltiger Fonds sind nicht so hoch wie bei manch anderen Anlagen, weil sie (noch) hohen Schwankungen unterliegen. Über einen längeren Anlagezeitraum betrachtet wachsen ihre Werte jedoch. Nachhaltige Fonds zeichnen sich durch ökologische, soziale und ethische Anlagenkriterien aus, d. h. es wird in erneuerbare Energien, Unternehmen mit hohen sozialen Standards oder genossenschaftliche Unternehmen investiert. Einen guten Überblick, was das bedeutet und an wen man sich wenden kann bekommt man z. B. auf http://www.geld-bewegt.de. Die jeweiligen Anlagenkriterien muss man sich dennoch gründlich ansehen, denn es ist bekanntlich nicht alles Gold was glänzt.

Morkramer_Nachhaltige_Geldanlage
Es gibt unabhängige Anlagenberater, die sich auf Nachhaltige Geldanlagen, Rentenversicherungen etc. spezialisiert haben. Eine Übersicht findet man im Forum Nachhaltige Geldanlagen. Zusätzlich gibt es in Hamburg und Kiel z. B. die Ecoplanfinanz. Aber auch Banken nehmen vermehrt Nachhaltige Fonds in ihr Portfolio auf, obwohl man zum Teil explizit danach fragen muss. Ebenfalls auf http://www.geld-bewegt.de/produktcheck werden Banken genannt, die ökologische, nachhaltige und soziale Kriterien in den Vordergrund stellen, z. B. die GLS Bank. Die GLS Bank hat zusammen mit der Bank für Kirche und Diakonie, Brot für die Welt und der Union Investment einen FairWorldFond aufgelegt. Aber auch andere Banken, vor allem genossenschaftliche wie die Sparda Bank eG, setzen sich in ihrem Tagesgeschäft für Nachhaltigkeit und Klimaschutz ein. Die Sparda Bank Hamburg eG selbst ist klimaneutral, unterstützt zahlreiche soziale und gesundheitsfördernde Projekte und man kann ein klimaneutrales Konto führen.
Wenn man nicht den Weg über eine Bank nehmen möchte und sein Geld regional investiert sehen will, kann man es selbst z. B. in genossenschaftliche Bauvereine oder Bürger-Energiegenossenschaften anlegen. Das Gegenstück dazu stellt Oikocredit dar. Oikokredit ist eine Genossenschaft, die über die Genossenschaftsanteile ihrer Mitglieder Mikro-Kredite für Klein- und Kleinstunternehmen in Entwicklungs- und Schwellenländer generiert. Zusätzlich wird in lokale Landwirtschaft, fairen Handel und erneuerbare Energien investiert.

Nun, mit all diesen Informationen weiß ich wenigstens, dass ich mein Geld sinnvoll anlegen kann. Aber es macht mir auch weiterhin keinen Spaß mich damit zu beschäftigen. Wenn man keine Luxusprobleme hat, dann macht man sich welche! 😉

image003Klaudia Morkramer, Klimaschutzmanagerin für Mobilität
Klimaschutzbüro der Nordkirche
Mail: Klaudia.Morkramer@umwelt.nordkirche.de

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